KARL-AMBERG-MITTELSCHULE

Alzenau

Schulleben 2018/19


Palestinensischer Pianist in der Karl-Amberg-Mittelschule

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Aeham Ahmad ist ein hervorragender Pianist, der sowohl die klassischen Stücke von Mozart oder Beethoven beherrscht, als auch arabische Musik und Jazz. Er verbindet alles miteinander. Davon konnten sich die 340 Schülerinnen und Schüler der Karl-Amberg-Mittelschule am Freitag, den 8. Februar überzeugen. Sehr gut ergänzten sich die von Martin Hahn einfühlsam gestaltete Lesung aus Ahmads Buch "Und die Vögel werden singen" und die vorgetragenen Lieder und Musikstücke. Geboren wurde Aeham Ahmad in Syrien. Seine Großeltern waren aus Palästina dorthin geflüchtet. Er wuchs in dem Vorort Jarmouk der Hauptstadt Damaskus auf.
Dort herrscht seit acht Jahren Krieg. Viele Häuser wurden zerbombt, auch in dem Stadtteil der etwa 160 000 Palestinenser. Was sollte der Musiklehrer tun? Flüchten wie viele seiner Landleute? Er wollte lieber in dem Land bleiben und den Menschen mit seiner Musik Hoffnung machen. Bekannt wurde er 2014/2015 durch seine öffentlichen Auftritte auf den Straßen im Flüchtlingslager Jarmouk. Die selbst gedrehten Videos stellte er auf Youtube. So wurde er als Klavierspieler auf den Straßen auch bei uns bekannt. 
Als der IS nach Jarmouk kam, wurde alles noch viel schlimmer. Musik auf den Straßen—das ging gar nicht. Sein Klavier wurde mit Benzin übergossen und angezündet. Fast wäre er als Besitzer des Klavieres erschossen worden, aber sein Vater rettete ihn, indem er angab, es sei sein Klavier. 2015 flüchtete Aeham alleine über die Türkei, Griechenland und viele andere Länder meist zu Fuß nach Deutschland. Jetzt lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Wiesbaden. Berührt von seiner Lebensgeschichte hörten die Anwesenden sehr aufmerksam zu und stellten viele Fragen. 
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Besuch im Konzentrationslager Dachau

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Am Eingangstor mussten die Menschen sich selbst aufgeben
– Ein Schüler der 9. Klasse nach dem Besuch des KZ Dachaus

Wir, die 9. Klassen der Karl-Amberg-Mittelschule, sind am Montag (12.11.2018) ins KZ nach Dachau gefahren, wo wir nach fünf Stunden Fahrt angekommen sind.
Zuerst haben wir uns gemeinsam ein Kunstwerk angeschaut, welches das Leiden und die Verzweiflung der Gefangenen zeigen soll.
Danach haben wir einen Film mit Originalaufnahmen aus der damaligen Zeit gesehen.
Anschließend haben wir in Gruppen einzelne Führungen gehabt, wo uns u.a. der Bunker, das Krematorium, die Baracken und die Gaskammer gezeigt wurden.
Besonders fasziniert hat uns die Gaskammer: erst als wir in der Gaskammer waren, haben wir realisiert, unter welchen Umständen die Menschen im KZ leiden mussten.
Nach der Führung durften wir uns noch das Museum anschauen. Dabei haben wir noch viele Bilder und Geschichten gesehen bzw. gelesen.
Im KZ Dachau haben wir erst richtig verstanden, was für eine schreckliche Zeit es damals war. Ein ehemaliger Häftling, der erst vor kurzem starb, hat einen Satz gesagt, an den wir uns immer erinnern sollen:

„Ihr seid nicht schuld an dem, was war,
aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“

Text: Süheda Akdemir und Leonie Stock (9a)
Bilder: R. Schneider

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Karl-Amberg-Mittelschule durch Kultusminister Bernd Sibler ausgezeichnet

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Kultusminister Bernd Sibler (links) überreicht die Urkunde an Konrektor M. Löffler (Bildmitte)

Bildautor: Steffen Leiprecht

"Wir bauen das Netz der Schulen mit dem Profil Inklusion in ganz Bayern weiter aus. Bei der Inklusion setzen wir auf vielfältige Konzepte und Förderorte. Inklusion gehört in vielen Schulen längst zum Schulalltag dazu", diese Worte richtete Kultusminister Bernd Sibler an die Schulen, die am Mittwoch, den 10.10.2018 eine Auszeichnung für die besondere Förderung der Inklusion bekamen. Die Karl-Amberg Mittelschule entwickelte im Schuljahr 2017/18 in einem Lehrerteam mit Franziska Gerlach, Gisela Nehls, Sylvia Pfaff, Bianca Günther, Kristina Neuendorf, Jessica Herbert, Matthias Löffler und Raphael Schneider ein umfangreiches Konzept wie Inklusion an der Schule in Alzenau gelingen kann.
Im Juli kam dann schon die Nachricht, dass die Karl-Amberg Mittelschule in Zukunft den Titel „Mittelschule mit dem Profil Inklusion“ führen darf. Dadurch stehen mehr fachliche und zeitliche Ressourcen, wie zusätzliche Lehrerstunden, zur Verfügung.
Sonderpädagogisches Fachwissen wird durch eine Lehrerin, die von der Hahnenkammschule abgeordnet wurde, eingebracht. Mit der Umsetzung des Konzepts, in dem auf förderbedürftige Schüler noch individueller und fachlich kompetenter eingegangen wird, wurde im September schon begonnen. Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Berufsorientierung im inklusiven Kontext dar. Hier werden die betroffenen Schüler der 9. Klassen, bis zu vier Stunden die Woche, von erfahrenen Lehrkräften auf ihrem Weg zum passenden Berufseinstieg, z.B. beim Finden von Praktikumsbetrieben, Schreiben von Bewerbungen oder auch Organisatorischem zusätzlich unterstützt. Mit dieser Auszeichnung wollen die Lehrkräfte an der Schule das gemeinsame Lernen von jungen Menschen mit oder ohne sonderpädagogischen Förderbedarf noch weiter verstärken.

(R. Schneider, M. Löffler)

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Fairtrade-Tag

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Am Freitag, den 28.09.2018 fand im Zuge der Fairtrade-Aktionswoche in Alzenau auch ein besonderer Tag an der Karl Amberg Schule zu den Themen Fairtrade und Klimaschutz statt. Zunächst begannen alle Schülerinnen und Schüler mit einem gemeinsamen Frühstück zu diversen Mottos, wie „Frühstück ohne Plastik“ oder „Produkte aus der Region“ in ihren Klassenzimmern und stärkten sich so für den weiteren Verlauf des Schultages. Denn im Anschluss konnten sie auf dem Prischoßgelände ihr Geschick in Spielen aus vielerlei Ländern unter Beweis stellen, wie zum Beispiel Limbo, dem amerikanischen Task-Pong oder einem Kronkorken-Rennen. Auch hier standen Fairtrade und Klimaschutz neben Zusammenhalt und Spaß im Mittelpunkt, beispielsweise beim Tragen des durchschnittlichen eigenen Müllverbrauchs auf das Jahr gerechnet über mehrere Meter zum Ziel. Der Elternbeirat sorgte währenddessen mit frischem Obst, fair gehandelten Bananen und Äpfel für die Verpflegung der Kinder und Jugendlichen. Herzlichen Dank für die großzügige Spende der Äpfel von der Erdbeerranch Höfler und der Bananen durch Aldi Alzenau.
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